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Dienstag, 29. September 2015

Chris Christie

Chris Christie (52) 
Chris Christie at the 2015 CPAC by Gage Skidmore


Der Gouverneur von New Jersey genießt hohe Sympathiewerte und hat einen guten kommunikativen Zugang zu den Bürgern.
Er vertritt moderate Positionen, die in vielen Bereichen vom republikanischen Leitbild abweichen. Einwanderungspolitik, Rechte Homosexueller, schärfere Waffengesetze, Chris Christie vertritt hier durchaus Positionen, wie sie auch bei den Demokraten zu finden sind. Seine Schwerpunkte im Wahlkampf liegen in der Bildungs- und Wirtschaftspolitik. Hier verweist er auf seine Erfolge in New Jersey und sieht seine Modelle auch als Optionen für die Bundesebene. Die Vorlagen aus New Jersey ermöglichen es Christie bereits konkrete Vorhaben vorzulegen. Dazu gehören eine Steuerreform, die individuell auf die Einkommen der Bürger zugeschnitten ist. Dabei sollen grundsätzlich die Steuersätze gesenkt werden. Auch dadurch erhofft sich Christie einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Im Bereich der Bildung legt er besonderen Wert auf den Grundsatz, dass Kinder unabhängig des Einkommens ihrer Eltern auch Zugang zu allen höheren Bildungseinrichtungen erhalten sollten.
Außenpolitisch misst Christie der Bedeutung eines starken Militärs hohe Priorität zu und steht zu den weltweiten Bündnispartnern. Eine außenpolitische Isolation der USA durch Zurückhaltung in internationalen Konflikten lehnt er entschieden ab.


Meine Einschätzung, 05.01.:
Als Republikaner ist es Chris Christie gelungen, eine Mehrheit in einem sonst demokratisch dominierten Bundesstaat zu gewinnen. Die Fähigkeit, in sog. Swing States die entscheidenden Stimmen auch bei demokratischen Wählern zu gewinnen, ist eine starke strategische Option für die Republikaner. Dass ihm dies gelingen kann, bedeutet aber auch Schwierigkeiten bei konservativen Wählern in den eigenen Reihen. Als zu moderat gilt Christie dort. Aktuell spiegelt sich das auch in den Umfragen wieder. Im derzeit eher wortstarken und auf mediale Wirkung ausgelegten Vorwahlkampf ist nicht sonderlich viel Platz für lang angelegte strategische Überlegungen. Je länger Christie jedoch im Rennen bleibt, desto höher könnten seine Chancen werden. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Entwicklung bei den Demokraten. Sollte sich dort der weit links ausgerichtete Bernie Sanders gegen Hillary Clinton durchsetzen, könnte Christie der Kandidat sein, dem konservative Demokraten eher Vertrauen. Chris Christie sollte man trotz schwacher Umfragewerte noch nicht abschreiben. Für Christie wird entscheidend sein, ob es ihm gelingen wird, beim New Hampshire Primary das beste Ergebnis der moderaten Kandidaten einzufahren. Sollte das nicht klappen, wird er keine Chance mehr haben.


www.chrischristie.com

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