Donald Trump: Eure Meinung zur Arbeit des US-Präsidenten

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Debatte über Waffengesetze hält an – Carson deutlich, Sanders wankelmütig

Carson will mehr bewaffnetes Personal

Ben Carson by Gage Skidmore 3In einem Interview mit USA Today äußert sich auch Ben Carson zur aktuellen Debatte über Waffengesetze. Carson hält die waffenfreien Zonen im öffentlichen Raum für kontraproduktiv. Bewaffnete Täter würden sich gezielt solche Bereiche aussuchen. Er sei der Auffassung, dass mehr bewaffnete Menschen auch mehr Sicherheit im Land bedeuteten. Carson wird konkret: „Wenn ich ein Kind in einem Kindergarten hätte, würde ich mich wohler fühlen, wenn ich wüsste, dass es dort bewaffnetes Sicherheitspersonal gebe“.  Auch Lehrer, die entsprechend ausgebildet wären, sollten Waffen tragen, so Carson weiter.

Sanders mit schwieriger Kehrtwende

Die Diskussion um Waffengesetze wird wohl auch die anstehenden TV-Debatten in diesem Monat bei Republikanern und Demokraten bestimmen. Eine nicht ganz einfache Rolle könnte dabei Bernie Sanders zufallen.
Bernie Sanders portrait 1Max Ehrenfreund zeigte in der Washington Post die unterschiedlichen Positionen Sanders‘ aufDer Senator von Vermont hatte in der Vergangenheit mehrfach gegen eine Verschärfung der Regulierung zum Erwerb und Führen von Waffen gestimmt. 1993 stimmte er gegen den Brady Bill, der vorsah, Hintergrundüberprüfungen bei Waffenkäufern durchzuführen. 2005 votierte er dann im Sinne der National Rifle Association (NRA), als es um die Frage ging, ob Opfer von Gewalttaten, die mit Schusswaffen verübt wurden, Hersteller dieser Waffen verklagen könnten. Nach dem Schulmassaker von Newtown 2012, änderte sich die Haltung Sanders‘ und er stimmte für eine neue Brady Bill. Dafür wurde er von der Waffenlobby kritisiert. Das Verbot von schweren Sturmgewehren hatte er ohnehin konsequent unterstützt. Für weitere schärfere Waffengesetze wollte er sich jedoch einsetzen. Zuletzt sagte er, dass sich etwas Grundlegendes ändern müsse. Er befürworte die Forderungen nach einem besseren Angebot psychologischer Hilfseinrichtungen und den Verzicht auf übermäßige Gewalt in den Medien.

Bernie Sanders wird es also schwer haben, sich diesbezüglich bei den Demokraten durchzusetzen. Zwar gibt es auch dort Gegner schärferer Waffengesetze, aber ob sich Sanders mit seinen eher zurückhaltenden Positionen in der öffentlichen Debatte die Zustimmung der Demokraten sichern kann, darf bezweifelt werden. Hillary Clinton und auch Joe Biden haben hier klarere und ebenso weitreichende Positionen. 

Keine Kommentare: