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Montag, 2. November 2015

Republikaner streiten mit TV-Anstalten über Debattenformat

Streit zwischen Republikanern und dem Sender NBC

Die Republikaner sind derzeit bemüht, einen Streit über die Art und Weise, wie TV-Debatten geführt werden, nicht eskalieren zu lassen. Ausgangspunkt der jüngsten Entwicklung ist die letzte TV-Debatte, die der Sender CNBC ausstrahlte. Schon innerhalb dieser Debatte hatte es massive Kritik an den Moderatoren gegeben. Insbesondere Ted Cruz machte seinem Ärger Luft.
Im Anschluss an die Debatte entschied das Republican National Committee (RNC), eine Art Organisationsgremium für Grundsatzangelegenheiten der Republikaner, künftig keine Debatten mehr an den Sender NBC/ CNBC zu vergeben. Der Sender bedauerte diese Entscheidung und zeigte sich enttäuscht aber zugleich gesprächsbereit.
Die Vertreter der einzelnen Wahlkampfteams trafen sich daraufhin ohne das RNC, um eine Linie für künftige TV-Debatten zu besprechen. Im Vorfeld der TV-Debatte auf CNBC hatten bereits Donald Trump und Ben Carson erfolgreich interveniert und ihre Vorstellungen über das Debattenformat bei dem Sender weitgehend durchsetzen können.

Die Partei versucht zu schlichten

Das RNC versucht nun eine weitere Eskalation zu verhindern. Auch innerparteilich dürfte nach dem Streit um den Sprecher des Repräsentantenhauses und den grundlegenden Flügelkämpfen eine weitere Spaltung der gemeinsamen Linie negative Folgen haben. Das RNC verkündete am Abend, dass mit Sean Cairncross ein neuer zentraler Koordinator benannt wurde, der zwischen den Wahlkampfteams der Kandidaten, den TV-Anstalten und der Bundespartei der Republikaner vermitteln soll. Dieser Schritt kann als Einlenken seitens der Partei gewertet werden, um einen ausufernden Konflikt mit öffentlicher Wirkung zu vermeiden.

Chris Christie beklagt das Hadern seiner republikanischen Mitbewerber

Chris Christie at the 2015 CPAC by Gage SkidmoreDer Gouverneur von New Jersey und republikanische Kandidat Chris Christie hat dabei seine ganz eigene Sicht auf diesen Konflikt. Gegenüber NBC News sagte er mit Bezug auf die möglichen unfairen Fragestellungen der Moderatoren in der letzten TV-Debatte, dass er nicht der Typ sei, sich jetzt hinzusetzen und darüber zu lamentieren. Er teile zwar die Auffassung, dass viele Fragen unfair waren. Christie frage sich aber: „Wenn man das nicht aushält, wie soll man dann gegen Hillary Clinton bestehen und wie soll man dann weltweit Verhandlungen für die USA führen?“  Chris Christie kündigte zugleich an, an jeglicher künftigen Debatte teilzunehmen, auch an denen, die NBC plane.


Die nächste TV-Debatte steht bereits in acht Tagen, am 10.11. auf FOX News an.

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