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Mittwoch, 23. Dezember 2015

Hillary Clinton legt Plan zur Bekämpfung von Alzheimer vor

Es ist selten, dass Hillary Clinton mal Lob aus dem Lager der Republikaner erhält. Newt Gingrich, 2012 zur Beginn der Vorwahlen noch Kandidat der Republikaner zur Präsidentschaftswahl und späterer Unterstützer Mitt Romneys, sagte, dass er in vielen Dingen Clinton nicht zustimme, aber in diesem Fall bewege sie sich in die richtige Richtung.
Hillary Clinton hat einen Plan zur Bekämpfung der Krankheit Alzheimer vorgelegt. Wie NBC News berichtet, wird Alzheimer in den nächsten zehn Jahren die sechsthäufigste Todesursache in den USA sein.

Der Plan sieht vor, jährlich 2 Milliarden US-Dollar in die Erforschung der Krankheit und Entwicklung von Heilungsmethoden bereit zu stellen. Clinton sei der Auffassung, dass sich die USA mehr um Krankheiten wie Alzheimer kümmern müssten, wenn sich das Land um seine Bürger sorge und Familien unterstützen wolle. Auf ihrer Wahlkampftour spreche sie häufig über die Krankheit und berichte über die Erlebnisse von Freunden oder ihren Wählern, die sie aus Gesprächen erfahren habe. Häufig gehe es dabei auch um die Probleme, die entstehen, wenn Angehörige gepflegt werden müssten. Die Zeit, die der Job und die Pflege in Anspruch nehmen, reicht in vielen Fällen nicht aus, finanzielle Nöte entstehen. Im November hatte die Demokratin in Iowa einen Plan vorgestellt, demnach es bis zu 6000 US-Dollar Steuergutschrift für Menschen gebe, die in häuslicher Gemeinschaft Pflegedienste leisten.

Hillary Clinton hatte sich bereits als Senatorin von New York für den Kampf gegen Alzheimer stark gemacht und war Co-Vorsitzende einer Task Force des US-Kongresses. Bislang ist sie die einzige Kandidatin der Demokraten oder Republikaner, die sich dem Thema Alzheimer im Rahmen der Präsidentschaftskandidatur öffentlich angenommen hat. Dies ist sicherlich auch ein Grund dafür, weshalb es durchaus auch überparteiliches Lob für ihren Vorstoß gibt. Ein weiterer Grund dafür dürfte in der persönlichen Betroffenheit vieler Politiker liegen. Seien es eigene Angehörige oder die Berichte von betroffenen Freunden und Bekannten, die Schicksale und die schwierigen Begleitumstände für die Angehörigen bleiben häufig auch emotional in Erinnerung. Insofern dürften auch politische Gegner Clintons, ihren Vorschlag sehr wohlwollend aufnehmen.
„Ich kandidiere für das Präsidentenamt um die großen Probleme zu behandeln, aber auch um solche Probleme, die Familien nachts wach halten, und dies ist eines, was sicher in diese Kategorie gehöre“, sagte Clinton.


Zur Frage der Finanzierung könnte es aber noch Nachfragen geben. Clinton wolle das Geld aus Steuerreformen generieren, ähnlich wie sie es auch bei anderen Plänen vor hat.

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