Dienstag, 3. November 2020

Joe Biden gewinnt US-Präsidentschaftswahl 2020 - Liveblog

Joe Biden wird 46. Präsident
der Vereinigten Staaten von Amerika

Joe Biden (49537018896).jpg
President-elect Joe Biden
by Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0



Kamala Harris wird die erste Vizepräsidentin
in der Geschichte der USA.

Senator Harris official senate portrait.jpg
Vice President-elect Kamala Harris
by US Senate, Gemeinfrei



03:30

Mit der Victory Speech von Joe Biden und Kamala Harris endet der Liveblog zur US-Präsidentschaftswahl 2020.

In den kommenden Tagen und Wochen geht es hier wieder normal weiter. Es folgen eine ausführliche Übersicht zu allen Ergebnissen aus den Bundesstaaten, insbesondere zu den finalen Ergebnissen aus Georgia, North Carolina, Arizona und Alaska, zu den Wahlen für den US-Senat und das US-Repräsentantenhaus.

Außerdem wird das weitere Vorgehen Trumps und der Republikaner im Fokus stehen. Biden wird nach und nach eine Regierung zusammenstellen.

Der Wahlkampf geht zudem nochmal in eine Verlängerung. In Georgia wird es am 05. Januar Stichwahlen um zwei Sitze im US-Senat geben, die mit hoher Wahrscheinlichkeit über die künftige Mehrheit im US-Senat entscheiden werden. Die Bedeutung dieser Wahlen für die künftigen Machtverhältnisse in Washington könnte kaum höher sein.

Danke für Euer Interesse seit 2015, in den letzten Tagen und hoffentlich auch in Zukunft.





Diese Übersicht wird nicht mehr aktualisiert. Alle Ergebnisse werden gesondert angeführt.

Bundesstaat
(Stimmen)
Stand der
Auszählung
Trump
Biden
Sieg /
Führung
Pennsylvania (20)
98 %
49,1 %
3.313.236
49,6 %
3.350.534
Biden
Georgia (16)
99 %
49,3 %
2.455.305
49,5 %
2.465.500
+ 10.195
Michigan (16)
99 %
47,9 %
2.646.956
50,5 %
2.794.583
Biden
North Carolina (15)
98 %
50,0 %
2.733.681
48,6 %
2.658.274
+75.407
Arizona (11)
97 %
48,9 %
1.612.585
49,5 %
1.631.195
+18.610
Wisconsin (10)
99 %
48,8 %
1.610.030
49,4 %
1.630.569
Biden
Nevada (6)
95 %
47,8 %
619.944
50,0 %
647.474
Biden
Maine (3)
91 %
43,4 %
340.512
53,5 %
419.309
Biden
Maine CD2 (1)
96 %
52,4 %
193.745
44,5 %
164.491
Trump
Alaska (3)
47 %
62,9 %
108.231
33,0 %
56.849


01:50

Die Washington Post berichtet, dass Joe Biden direkt nach seiner Amtseinführung am 20. Januar 2021 eine Reihe von Executive Orders erlassen will - darunter die Rückkehr der USA zum Pariser Klimaabkommen und zur Weltgesundheitsorganisation.

01:35

Auch von Vizepräsident Mike Pence und dem Mehrheitsführer im Senat Mitch McConnell gibt es aktuell noch keine Reaktion. Der erste republikanische Senator, der öffentlich Joe Biden und Kamala Harris zum Wahlsieg gratuliert hat, war Mitt Romney aus Utah. GOP-Glückwünsche kamen aber z. B. auch von den früheren Gouverneuren Jeb Bush, John Kasich und Arnold Schwarzenegger.

01:10

Trump fordert seine Unterstützer weiter auf, Geld zu spenden. Auf Trumps Homepage heißt es "Official Election Defense Fund - We need to FIGHT BACK - Contribute now for a 1000%-Match".

01:00

Nach Angaben der New York Times beabsichtigt Donald Trump heute nicht mehr öffentlich aufzutreten.

Joe Biden will in einer Stunde in seinem Heimatort Wilmington in Delaware eine Rede halten. Auch wird der Auftritt von Kamala Harris erwartet.

23:20

Wieso geht es in Alaska mit der Auszählung nicht voran?

Alaska startet in der kommenden Woche mit der Auszählung der Briefwahlstimmen. Auch dort werden Briefwahlstimmen mit Stempeldatum 03.11. noch gezählt, auch wenn sie nach dem 03.11. eintreffen. Da einige Orte in Alaska nicht mit Autos erreichbar sind und der Bundesstaat sehr groß ist, dauert es einige Zeit, bis man alles zusammen hat. Die Entscheidung, erst mit der Auszählung zu beginnen, bis alle Stimmen eingetroffen sind, wurde im Sommer getroffen. Offenbar hat man unterschätzt, dass in diesem Jahr sehr viele Menschen per Briefwahl abgestimmt haben. Da sonst das Ergebnis in Alaska praktisch sicher ist und die Anzahl der Briefwahlstimmen so gering ist, hat man das Problem als solches vermutlich nicht erkannt oder anders bewertet.

20:45

Auch Trumps Anhänger versammeln sich in einigen Orten, darunter Lansing (Michigan), Phoenix (Arizona), Atlanta (Georgia) und Harrisburg (Pennsylvania). Sie protestieren mit gegen den Ausgang der Wahl.

19:35

In zahlreichen Städten der USA feiern und tanzen Bidens Anhänger auf den Straßen. Auch vor dem Weißen Haus feiern viele Menschen.

Biden und Harris werden sich in der kommenden Nacht um 02:00 Uhr MEZ an das amerikanische Volk wenden.

19:30

2016 von Donald Trump geschlagen, Hillary Clinton gratuliert Biden und Harris.



18:45

Biden gewinnt auch in Nevada

18:00

Trump will weiter kämpfen und erkennt die Wahlniederlage bislang nicht an. Er setzt auf die Gerichte. Mir liegen keine Erkenntnisse vor, die darauf hindeuten, dass der Republikaner damit Erfolg haben könnte, da es keine seriösen Hinweise auf Wahlbetrug gibt. Demokraten und Republikaner, die die Wahl beobachteten, berichteten bislang keine Unregelmäßigkeiten.

17:25

Biden gewinnt die 20 Wahlmännerstimmen in Pennsylvania. Damit steht fest, dass der Demokrat die Mehrheit von 270 Stimmen im Electoral College übertroffen hat. Er hat die Präsidentschaftswahl 2020 gewonnen.

17:05

Trump holt in Arizona weiter auf.

12:05

Ein kurzer Blick auf den US-Senat. Ein Drittel dieser Kammer des US-Kongresses wurde neu gewählt. 100 Sitze hat der Senat, die Mehrheit liegt demnach bei 51 Sitzen. Zu beachten ist, dass bei einem Patt (50:50) der amtierende Vizepräsident die entscheidende Stimme hat.

Aktuell haben die Demokraten (inkl. 2 Unabhängiger) 48 Stimmen, die Republikaner liegen bei 47 Stimmen5 Sitze sind noch ausstehend. Die aktuellen Zwischenergebnisse weisen darauf hin, dass 3 Sitze, nämlich aus Maine, Alaska und North Carolina an die Republikaner gehen. Sie hätten dann 50 Sitze. Für eine Mehrheit bräuchten die Republikaner also entweder einen der dann noch zwei ausstehenden Sitze oder den Sieg bei der Präsidentschaftswahl, um Mike Pence dazuzählen zu können.

Die Demokraten bräuchten für eine Mehrheit beide noch ausstehende Sitze und den Sieg bei der Präsidentschaftswahl, um Kamala Harris die entscheidende Stimme zu geben.

Welche zwei Sitze sind noch ausstehend? Beide Sitze kommen aus Georgia. Dort findet eine Special Election statt und eine reguläre turnusmäßige Wahl. In beiden Fällen muss ein Kandidat aber mindestens 50% erreichen. Das scheint in beiden Fällen nicht der Fall zu sein. Es kommt also zu Stichwahlen am 05. Januar.

Sollte es so kommen, wie oben beschrieben und sollten die Demokraten die künftige Vizepräsidentin stellen, wird Anfang Januar in Georgia die Entscheidung fallen, wer die Mehrheit im US-Senat haben wird. Dies hätte eine enorme Bedeutung für die Politik der USA. In den kommenden Wochen könnte also ein intensiver Wahlkampf in Georgia bevorstehen, der mit Sicherheit der teuerste Wahlkampf um Sitze im US-Senat in der Geschichte der USA werden wird.

11:25

In Pennsylvania stehen noch etwa 85.000 Stimmen zum Auszählen aus. Hinzu kommen rund 100.000 provisorische Stimmzettel, die zu prüfen und ggf. zu zählen sind. Eine Erläuterung, was provisorische Stimmzettel sind, findet Ihr weiter unten (23:15).

10:00

Biden hat seinen Vorsprung in Georgia und Pennsylvania nochmal ausbauen können.

In Georgia sollen nach Angaben der dortigen Verantwortlichen noch rund 20.000 provisorische Stimmzettel zu prüfen und ggf. mit in das Ergebnis zu übernehmen.

In Arizona führt der Demokrat noch mit knapp 30.000 Stimmen, Tendenz abnehmend. Dort sollen noch rund 140.000 Stimmen auszuzählen sein.

Wann werden die Bundesstaaten sicher einem Kandidaten zugeordnet?

Wenn feststeht, dass mit den ausstehenden Stimmen der vorhandene Rückstand nicht mehr aufgeholt werden kann. Bei so knappen Ergebnissen, werden umso weniger bisherige Ergebnisse und deren als Prognose eingerechnet. Aus diesem Grund ist der einzige Weg, zu einer Entscheidung zu kommen, das Auszählen der Stimmzettel abzuwarten

23:15

Was sind provisorische Stimmzettel?

In den meisten Bundesstaaten ist es möglich provisorische Stimmen abzugeben. Diese werden zunächst nicht in den Auszählungsprozess überführt. Solche Stimmenabgaben kommen in Betracht, wenn z. B. der Name des Wählers nicht auf der Wahlliste auftaucht. Klärt sich nach späterer Prüfung auf, dass ein Fehler auf der Liste vorliegt, also der Wähler als solcher registriert war, auf der Liste aber fehlte, darf die Stimme gezählt werden. Sollte ein Wähler sich nicht mit einer Art Lichtbildausweis identifizieren können, wird die Stimme ebenso separiert, bis die Identität zweifelsfrei geklärt ist. Auch ist es möglich eine provisorische Stimme abzugeben, wenn man zwar Briefwahl beantragt hat, beim Wahlgang aber behauptet, keine Briefwahlunterlagen erhalten bzw. nicht wieder abgegeben zu haben. Bestätigt sich nach Prüfung der Briefwahlstimmen, dass der betroffene Wähler tatsächlich keine Briefwahlstimme abgegeben hat, wird die provisorische Stimme zugelassen.

23:05

Biden baut Vorsprung in Georgia aus und hat nun 4.263 Stimmen Vorsprung. Ausstehend sind neben einigen provisorischen Stimmzetteln insbesondere noch bis zu ca. 8500 Stimmzettel von Militärangehörigen aus dem Ausland. Die genaue Zahl ist nicht bekannt. Tendenziell könnten diese eher republikanisch gewählt haben, wobei mir hierzu keine verlässlichen Vergleichswerte vorliegen. Es ist nur eine Vermutung! Unabhängig davon, wird weiter mit einer Neuauszählung gerechnet, die die Republikaner beantragt haben. Dem Antrag muss entsprochen werden, sofern der Abstand zwischen den beiden Kandidaten unter 0,5% liegt. Bei den offenbar noch ausstehenden Stimmen, ist ein solcher Vorsprung aber praktisch ausgeschlossen. Sollte es bei einem Abstand von mehreren Tausend Stimmen bleiben, ist es unwahrscheinlich, dass es noch einen Wechsel an der Spitze gibt.

21:35

In sehr kleinen Schritten kommt Donald Trump in Arizona an Biden heran. Entscheidend ist aber, was in Pennsylvania passiert. Nur wenn der Republikaner hier nochmal das Blatt wenden kann, wird Arizona wieder relevant.

17:55

Der Stand in North Carolina hat sich schon länger nicht mehr verändert. Mit neuen Zahlen wird am 12./13. November gerechnet. Grund dafür ist, dass noch der finale Eingang von Briefwahlstimmen mit Stempel, nicht später als 03.11., abgewartet wird. Ein Abgleich mit vorläufigen Stimmzetteln folgt. Danach wird das Ergebnis verkündet.

17:10

Der Bundesstaat Georgia hat eine Neuauszählung angekündigt. Aufgrund des knappen Wahlergebnisses, was weiterhin noch nicht final feststeht, ist dies ein normaler Vorgang.

15:00

Biden übernimmt nun auch in Pennsylvania die Führung. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis feststeht, dass der Demokrat die Präsidentschaftswahl 2020 gewonnen hat.

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Joe Biden übernimmt Führung in Georgia.

Sollte Biden die Führung halten können, hätte Trump keine Chance mehr auf 270 Stimmen. Ein Patt wäre noch möglich, sofern Trump alle anderen Bundesstaaten gewinnt. Aber das Rennen in Georgia ist so knapp, dass jede neue Änderung wieder einen Wechsel bedeuten kann.

07:00

Trumps Vorsprung schmilzt weiterhin: In Pennsylvania sind es noch 22.576 Stimmen. In Georgia nur noch 1.709.

In Arizona dagegen kann der Präsident seinen Rückstand weiter reduzieren.

Keine neuen Zahlen aus Nevada und North Carolina.

02:30

Die Lage für den Präsidenten wird immer schwieriger. Wenn die ausstehenden Briefwahlstimmen weiterhin mit deutlicher Mehrheit an Joe Biden gehen, droht Trump eine Niederlage in Pennsylvania und ein Rückstand in Georgia. In Georgia dürfte das Ergebnis so knapp werden, dass neben der Berücksichtigung und Kontrolle von provisorischen Stimmzetteln und denen von Militärangehörigen aus dem Ausland auch eine Neuauszählung abgewartet werden muss.

Zur Erinnerung: Sollte Biden Pennsylvania gewinnen, hätte er genügend Stimmen für den Gesamtsieg zusammen. Gewinnt Biden nur in Georgia, hätte er mindestens einen Patt erreicht.

01:00

Trump wiederholt in einer Pressekonferenz seine Vorwürfe. Er spricht von Wahlbetrug mit illegalen Stimmzetteln. Dabei bezieht er sich auf die aktuell noch auszuzählenden Briefwahlstimmen, bzw. jene, die nach der Wahlnacht ausgezählt wurden.

Objektiv liegen keine Hinweise auf Wahlbetrug vor.

Trumps Vorsprung in Georgia ist derweil auf 3.600 Stimmen gesunken. In Arizona holt er leicht auf.

23:05

Es ist weiterhin nicht absehbar, wann eine endgültige Entscheidung fallen wird. Alle neuen Ergebnisse werden fortlaufend auch hier aktualisiert. In Pennsylvania ist Trumps Vorsprung inzwischen auf 90.000 gesunken. Ob er einen Vorsprung ins Ziel retten kann, ist unklar. Die Demokraten hoffen und erwarten, dass die noch ausstehenden Stimmen den Wechsel bringen werden.

In Georgia ist Trumps Vorsprung auf 9.500 Stimmen gesunken. Der Weg für Biden in Georgia wird aber immer schwieriger, je weniger Stimmen noch ausstehend sind.

In Arizona wird im Laufe der Nacht mit neuen Ergebnissen gerechnet, die Aufschluss darüber geben könnten, ob Trump seine Aufholjagd fortsetzen kann oder der Vorsprung Bidens stabil bleibt.

Wenig neue Ergebnisse gibt es aus Nevada. Bidens Vorsprung liegt hier bei 11.500 Stimmen. Aus North Carolina gibt es keine neuen Zahlen, hier wird aber ohnehin mit einem Trump-Sieg gerechnet, ebenso in Alaska.

20:30

Trump lässt vielerorts Klagen einreichen, um die Auszählungen von Briefwahlstimmen zu stoppen. In Pennsylvania wurden daraufhin vereinzelte Briefwahlstimmzettel nach gerichtlicher Anordnung zunächst vorsorglich separiert und frühestens morgen ausgezählt. Derweil haben sich Berater aus Bidens Wahlkampfteam dahingehend geäußert, dass sie optimistisch sind, Pennsylvania, Arizona und Nevada zu gewinnen. Für Georgia halten sie es möglich, North Carolina eher unwahrscheinlich.

Trump twitterte, dass er die Wahl locker gewinnen würde, wenn nur die legalen Stimmen gezählt würden. Illegale Stimmzettel würden dazu führen, dass man ihm den Wahlsieg stehlen würde.

15:00

Die Schätzungen der ausstehenden noch zu zählenden Stimmen wurden konkretisiert. In Georgia soll es nach Angaben der Verantwortlichen noch knapp 50.000 Stimmen geben, die noch auszuzählen sind. In Philadelphia County (Pennsylvania) sind es noch rund 140.000 Stimmen. Wie viele aus den übrigen Bereichen Pennsylvanias noch kommen, ist entscheidend, ob Trump den Bundesstaat halten kann.

13:15

Das Wichtigste in "Kürze":

Wie schon vor der Wahl angenommen, Pennsylvania ist ein Must-Win-State für Donald Trump. Verliert er den Bundesstaat an Joe Biden, ist die Wahl für den Präsidenten verloren. Aktuell führt Trump mit rund 164.000 Stimmen Vorsprung. Dieser Vorsprung ist aber in den vergangenen 24 Stunden von etwa 650.000 zusammengeschmolzen. Noch sind etwa 500.000-600.000 mehrere Hunderttausend Briefwahlstimmen auszuzählen. Diese stammen zum größten Teil aus den demokratischen Hochburgen Philadelphia und Pittsburgh. Kann Biden in diesem Ausmaß weiter aufholen, wie zuletzt, könnte er Trump in Pennsylvania noch überholen. Das ist die Hoffnung der Demokraten und sie basiert auf den vorgenannten Zahlen und Entwicklungen.

Geht Trumps Hoffnung auf einen erneuten Sieg in Pennsylvania in Erfüllung, werden die übrigen ausstehenden Bundesstaaten über den künftigen Präsidenten entscheiden.

Ich gehe fest davon aus, dass Trump Alaska gewinnen wird.

Der nächste Must-Win-State für Donald Trump ist Georgia. Ohne Georgia könnte Trump maximal noch einen Patt von 269 zu 269 erreichen.

In Georgia führt Trump aktuell hauchdünn mit gut 18.000 Stimmen. Auch hier hat sich der Vorsprung zuletzt deutlich verringert. Hier stehen allerdings deutlich weniger Stimmen zum Auszählen an, als etwa in Pennsylvania. Dennoch ist es möglich, dass es nochmal einen Wechsel an der Spitze geben wird.

Sollte Trump nach Pennsylvania auch Georgia gewinnen, bleiben noch drei Bundesstaaten übrig. In diesem Fall müssten beide Kandidaten zwei dieser drei Bundesstaaten gewinnen, um über die 270er Marke zu kommen. Konkret sind dies North Carolina, Arizona und Nevada.

North Carolina: Der scheinbar einfachste Bundesstaat für Trump. Hier führt er mit etwa 80.000 Stimmen.

Arizona: Biden führt hier mit 69.000 Stimmen. Sein Vorsprung verringerte sich zuletzt aber. Kann Trump in diesem Ausmaß weiter aufholen, könnte Arizona wieder an den Republikaner gehen. Die meisten dieser Stimmen stammen aus dem Bereich Phoenix und Umland. Kommt die Mehrzahl aus Phoenix und sind es eher Briefwahlstimmen, könnte Biden den Vorsprung halten. Kommen sie eher aus dem Umland, Trump gewann hier 2016, gibt es berechtigte Hoffnung für den Präsidenten, Arizona doch noch für sich zu entscheiden.

Nevada: Biden liegt hier mit weniger als 8.000 Stimmen in Führung. Es sind noch genügend Stimmen offen, um den Demokraten von der Spitze zu verdrängen. Allerdings werden die meisten Stimmen aus den beiden großen Counties Clark und Washoe erwartet. Es handelt sich dabei um die Großräume Las Vegas und Reno. In beiden Counties führt Biden derzeit.

Sollte heute oder morgen ein Sieger ausgerufen werden, wird die Diskussion über Neuauszählungen an Fahrt aufnehmen. Insbesondere in den sehr knappen Bundesstaaten Wisconsin und vermutlich mindestens auch Georgia, wird es formal nochmal in die Verlängerung gehen. Aber soweit ist es noch nicht.

Nun heißt es weiter abwarten, bis alle Stimmen gezählt sind.

08:50

Trump holt in Arizona kontinuierlich auf. Das Rennen dort ist genauso offen, wie in Pennsylvania, Georgia und Nevada.

06:55

Es wird weiter ausgezählt. Dabei werden die Abstände in Pennsylvania, Georgia und Arizona geringer.

22:15

Biden siegt in Michigan!

Biden wird Präsident, wenn er entweder Pennsylvania gewinnt oder zwei der vier Bundesstaaten Georgia, North Carolina, Arizona, Nevada.

Trump wird Präsident wenn er Pennsylvania und Georgia gewinnt und zusätzlich entweder North Carolina und Arizona, North Carolina und Nevada oder Arizona und Nevada.

Beide Modelle gehen davon aus, dass Trump Alaska gewinnen wird.

21:50

Trumps Vorsprung in Pennsylvania schmilzt kontinuierlich. Seit heute Morgen hat Biden den Rückstand halbiert. Dabei sind 7% der Stimmen ausgezählt worden. Noch stehen 17% zur Auszählung an.

20:35

Trump gewinnt den 2. Congressional District von Maine und damit eine weitere Stimme für das Electoral College.

20:05

Folgerichtig wird Biden zum Sieger in Wisconsin erklärt.

19:05

Wisconsin ist bis auf wenige Hundert Stimmen fertig mit Auszählen. Biden hat über 20.000 Stimmen Vorsprung. Bis Anfang Dezember sollen nun nochmal Stimmzettel zur Sicherheit kontrolliert werden. Nachdem Trump gestern einen Stopp der Auszählung in Wisconsin gefordert hat, beantragt er nun eine Neuauszählung.

18:35

Nach offiziellen Angaben wird es in Nevada keine neuen Ergebnisse innerhalb der nächsten 24 Stunden geben. Biden führt hier mit weniger als 8000 Stimmen. Damit ist weiter nicht klar, wer die 6 Wahlmännerstimmen aus Nevada erhalten wird.

18:05

Joe Biden gewinnt 3 der 4 Wahlmännerstimmen in Maine

16:05

Trump verkürzt Rückstand in Arizona auf unter 100.000 Stimmen.

15:15

Joe Biden übernimmt auch in Michigan die Führung.

14:05

Bidens Vorsprung in Wisconsin ist gewachsen. Trumps Vorsprung in Michigan deutlich gesunken. Es kommt auf jede Stimme an, sowohl in den einzelnen Bundesstaaten als auch im Electoral College. Hält Biden seine Führung in Arizona, Nevada, Maine und Wisconsin und gelingt ihm der entscheidende Sprung in Michigan, käme er exakt auf 270 Stimmen. Zudem sind Georgia, Pennsylvania und North Carolina weiter offen. Trumps selbst ausgerufener Sieg wird zur Zitterpartie, die für den Republikaner aber ebenfalls ein gutes Ende nehmen kann.

13:40

In Michigan schmilzt Trumps Vorsprung kontinuierlich. In Wisconsin vergrößert sich Trumps Rückstand.


Diese Übersicht wird nicht mehr aktualisiert.

Bundesstaat
(Stimmen)
Stand der
Auszählung
Trump
Biden
Sieg
Florida (29)
96 %
51,2 %
47,8 %
Trump
Georgia (16)
92 %
50,5 %
48,3 %

North Carolina (15)
95 %
50,1 %
48,6 %

Ohio (18)
90 %
53,3 %
45,2 %
Trump
Texas (38)
95 %
52,3 %
46,2 %
Trump
Pennsylvania (20)
75 %
55,0 %
43,6 %

Michigan (16)
89 %
49,1 %
49,2 %

New Hampshire (4)
70 %
44,9 %
53,1 %
Biden
Arizona (11)
82 %
46,8 %
51,8 %

Minnesota (10)
92 %
45,4 %
52,6 %
Biden
Wisconsin (10)
97 %
48,8 %
49,4 %

Iowa (6)
92 %
52,6 %
45,4 %
Trump
Nevada (6)
86 %
48,7 %
49,3 %

Maine CD2 (1)
46 %
52,1 %
44,4 %

Nebraska CD2 (1)
83 %
43,9 %
54,3 %
Biden
Virginia (13)
84 %
46,1 %
52,2 %
Biden
Maine + CD1 (3)
70 %
42,3 %
54,6 %

 

12:25

Das Präsidentschaftsrennen in den USA ist weiterhin nicht entschieden.

Worauf kommt es nun an? Nicht auf Alaska. Nicht auf Maine. Ich rechne damit, dass die 3 Wahlmännerstimmen aus Alaska und eine aus dem 2. Congressional District von Maine an Donald Trump gehen. Maine gesamt und der 1. CD dürfte wohl an Biden gehen. Dies vorausgesetzt käme Biden auf 227 und Trump auf 217 Stimmen.

Bei noch 94 ausstehenden Wahlmännerstimmen sind nun zahlreiche Siegkombinationen für beide Kandidaten möglich.

Wie ist der Stand in den offenen Bundesstaaten?

Pennsylvania: Trump führt hier sehr deutlich mit rund 620.000 Stimmen. Es stehen aber insbesondere noch zahlreiche Briefwahlstimmen in und rundum Philadelphia und Pittsburgh zur Auszählung aus. Die Kombination aus der Anzahl der Stimmen, der Herkunft und der Art, lassen Demokraten hoffen, dass sie den Rückstand noch aufholen können.

Michigan: Ähnliches Bild wie in Pennsylvania. Hier führt Trump mit etwa 200.000 Stimmen. Auch hier stehen noch etwa die Hälfte der Stimmen aus dem Großraum Detroit aus.

Georgia: 100.000 Stimmen Vorsprung für Trump. Die demokratischen Hochburgen in der Metropolregion Atlanta werden noch so viele Stimmen auszählen, dass Biden den Rückstand noch aufholen kann.

North Carolina: 80.000 Stimmen Vorsprung für Trump. Hier ist die Ausgangslage etwas ausgeglichener. Aus verschiedensten Counties werden noch die letzten 5% erwartet.

Arizona: Biden führt hier komfortabel, kann aber theoretisch noch abgefangen werden. Dies ist aber eher unwahrscheinlich.

Wisconsin: Biden führt hauchdünn mit rund 7.000 Stimmen. Ausstehende Stimmen kommen eher aus republikanischen Counties. Die Frage ist, ob es Briefwahlstimmen sind. Falls ja, könnte Biden die Führung retten. Falls nein, könnte Trump einen großen Schritt in Richtung 2. Amtszeit machen.

Nevada: Biden führt auch hier nur ganz knapp, wobei die ausstehenden Stimmen eher aus demokratischen Hochburgen stammen.

10:45

Biden übernimmt hauchdünn die Führung in Wisconsin. Eine Entscheidung für diesen Bundesstaat ist dies aber nicht.

10:35

Biden gewinnt erwartungsgemäß Hawaii.

09:55

In einigen Bundesstaaten wird noch gezählt. Insbesondere in Wisconsin wird in Kürze eine Entscheidung erwartet.

08:30

Trump spricht im Weißen Haus von seinem "offensichtlichen" Wahlsieg und kündigt an gegen die weitere Auszählung der ausstehenden Stimmen vorzugehen. Er wolle den Supreme Court einschalten, um einen Wahlbetrug zu unterbinden.

08:20

Weiterhin ist offen, wer diese Präsidentschaftswahl gewinnen wird. Gehen wir davon aus, dass Trump Georgia, North Carolina, Alaska und den CD2 von Maine gewinnen wird, benötigt er zwei der drei Bundesstaaten - Wisconsin, Michigan und Pennsylvania. Im Umkehrschluss, reichen Biden ebenfalls zwei dieser drei Bundesstaaten, vorausgesetzt der Demokrat gewinnt in Nevada, Arizona, Hawaii und Maine gesamt.

07:35

Trump siegt in Montana

07:25

Biden gewinnt den umkämpften Congressional District von Nebraska. Trump holt die übrigen vier Wahlmännerstimmen Nebraskas.

07:20

Trump gewinnt Texas

07:15

Biden gewinnt erwartungsgemäß Rhode Island.

06:55

Trump gewinnt weiteren Swing State - Iowa.

06:45

Joe Biden spricht zu seinen Anhänger in Wilmington, Delaware. Er glaube, dass er auf dem Weg zum Sieg sei und setze auf die ausstehenden Auszählungen des Early Votings im Rust Belt. Zudem rechnet er mit einem Sieg in Arizona und hat Georgia noch nicht aufgegeben.

06:40

Trump gewinnt in Florida. Ein wichtiger Sieg für den Republikaner. Florida war neben Pennsylvania Hauptziel des Wahlkampfs.

06:36

Biden gewinnt in Minnesota. Dieser Sieg kommt erwartet, war aber nicht sicher.

06:12

Trump gewinnt Idaho.

06:05

Trump gewinnt in Ohio, die erste wichtige Entscheidung in dieser Wahlnacht.

05:50

Biden siegt in Virginia. Auch wenn dieser Erfolg spät kam, so ist er in den Planungen der Demokraten fest eingeplant gewesen.

05:30

Ich rechne nicht damit, dass in den nächsten Stunden eine Entscheidung fallen wird. Derzeit sieht es danach aus, dass Trump in Texas, Florida, Ohio und Georgia gewinnen wird. In North Carolina führt er ebenfalls. Entscheiden wird sich diese Wahl vermutlich im Rust Belt. In Pennsylvania, Michigan, Wisconsin und Minnesota fehlen noch viele Stimmen aus dem Early Voting. Daher kann noch nicht gesagt werden, ob Trump seine Führung dort halten kann. In Arizona könnte Biden dagegen evtl. einen Bundesstaat von Trump gewinnen. Es ist nicht auszuschließen, dass es am Ende auch auf die einzelnen Wahlmännerstimmen in Nebraska und Maine ankommen wird.

05:15

Trump siegt in Mississippi

05:05

Demokraten können Mehrheit im US-Repräsentantenhaus wie erwartet verteidigen.

05:00

Biden gewinnt in Kalifornien, Washington und Oregon. Trump siegt in Wyoming. Keine Überraschungen.

04:50

Biden gewinnt in Illinois, Trump siegt in Missouri.

04:40

Biden gewinnt in New Hampshire, Trump holt Siege in Louisiana, Kansas, Utah, Nebraska

04:25

Biden gewinnt in New Mexico.

04:15

Donald Trump führt aktuell in fast allen Battleground States. 

03:50

Trump gewinnt in Alabama.

03:45

Der Wahlausgang ist völlig offen.

03:30

Biden gewinnt erwartungsgemäß in Colorado.

03:25

Trump siegt in North Dakota. Weiterhin weder Überraschungen, noch finale Ergebnisse aus den Battleground States.

03:15

Biden gewinnt Connecticut, Trump siegt in South Dakota.

03:00

Biden gewinnt in New York und New Jersey. Trump gewinnt in Arkansas. Weiterhin sind keine Battleground States sicher zugeordnet.

02:50

Nochmal zur Erinnerung: Die Zwischenergebnisse basieren auf unterschiedlichen Auszählungsmethoden. In einigen Bundesstaaten werden erst die Briefwahlstimmen ausgezählt, was Biden einen frühen Vorteil verschafft. Trump dagegen profitiert, wenn erst die Wahltagsstimmen ausgezählt werden.

02:20

Trump gewinnt in Tennessee.

02:08

Beim Zwischenergebnis aus Texas ist zu beachten, dass viele gezählte Stimmen aus Dallas kommen. Entsprechend gut steht Biden dar.

02:00

Biden gewinnt in Massachusetts, Delaware, D.C. und Maryland. Trump siegt in Oklahoma und South Carolina.

01:50

Trump führt derzeit in Virginia, es sind allerdings insbesondere republikanische Counties ausgezählt.

01:35

Biden gewinnt in Vermont, Trump in Kentucky und West Virginia.

01:30

In Ohio, North Carolina und West Virginia schließen die Wahllokale

01:25

Kein eindeutiges Bild in Florida. Biden schneidet im Raum Miami offenbar schwächer als erwartet ab.

01:15

Erwartetes Kopf-an-Kopf-Rennen in Florida. Biden schneidet in demokratischen Hochburgen etwas besser ab, als Clinton 2016.

01:00

Donald Trump gewinnt erwartungsgemäß in Indiana.

00:50

In Kentucky liegen Trump und Biden derzeit praktisch gleichauf. Zu berücksichtigen ist, dass insbesondere Stimmen aus dem Early Voting ausgezählt wurden.

00:35

In 25 Minuten werden die ersten Wahlmännerstimmen des Abends verteilt. Zudem schließen in zwei wichtigen Bundesstaaten die Wahllokale. Die ersten Ergebnisse aus Florida und Georgia könnten erste Hinweise auf den Verlauf der Wahlnacht geben.

00:20

Die ersten Teilergebnisse aus Kentucky und Indiana liegen vor. Sie zeigen, dass Trump erwartungsgemäß beide Bundesstaaten gewinnen wird. Im Vergleich zu 2016 hat er nur wenige Prozentpunkte verloren. Repräsentativ sind die Zahlen allerdings noch nicht.

00:00

Die ersten Wahllokale in Kentucky und Indiana schließen. 

23:40

In 20 Minuten schließen die ersten Wahllokale in Kentucky und Indiana. Erste Ergebnisse werden dann aus diesen beiden Bundesstaaten erwartet. Kentucky und Indiana werden sicher Donald Trump zugeordnet. Da Wahllokale in einzelnen Counties bis 01:00 geöffnet haben, werden die Wahlmännerstimmen auch erst ab 01:00 Uhr verteilt.

23:25

Das Rennen ist offen. Republikaner schöpfen ihre Hoffnungen aus dem Ergebnis 2016. Hier hatte Trump fast alle heute offenen Bundesstaaten gewonnen. Demokraten sind optimistisch, weil Biden offenbar mehrere Wege zum Gesamtsieg hat. Im Gegensatz zu Trump, kann sich Biden Niederlagen in einigen Bundesstaaten erlauben.

23:00

Basierend auf den durchschnittlichen Umfragen der letzten Wochen kann Donald Trump sicher mit etwa 125 Wahlmännerstimmen rechnen. Joe Biden rechnet mit mindestens 216 Wahlmännerstimmen. Die Umfragen weisen zusätzlich auf Biden-Siege in Minnesota, Wisconsin und Michigan hin. Sollte sie also nicht gänzlich daneben liegen kommen weitere 36 Wahlmännerstimmen hinzu. Biden käme also auf 252.

Die übrigen 160 Wahlmännerstimmen entscheiden dann die Wahl und sind auf folgende Bundesstaaten aufgeteilt, die als offen gelten: Texas (38), Florida (29), Pennsylvania (20), Ohio (18), Georgia (16), North Carolina (15), Arizona (11), Iowa (6), Nevada (6), Nebraska CD2 (1), Maine CD2 (1).

Da Biden auf Basis der vorgenannten Umfragen 18 Wahlmännerstimmen fehlen, wären Texas, Florida, Pennsylvania und Ohio Must-Win-States für Trump, ohne die nicht mehr gewinnen kann.

Gelingt es Trump diese vier Must-Win-States zu gewinnen, fehlen ihm weitere 40 Wahlmännerstimmen zum Sieg. Dann richtet sich der Blick auf Georgia, North Carolina, Arizona usw. 2016 hatte Trump alle heute relevanten Bundesstaaten gewonnen, ausgenommen Minnesota und Nevada.

22:25

In den kritischen Battleground States schließen die Wahllokale / gibt es Ergebnisse um:

01:00 Uhr in Florida und Georgia

01:30 Uhr in Ohio und North Carolina*

02:00 Uhr in Pennsylvania, Texas, Michigan und New Hampshire

03:00 Uhr in Arizona, Minnesota und Wisconsin

04:00 Uhr in Iowa und Nevada

*In North Carolina werden die Wahllokale in einigen Counties wohl bis 02:15 geöffnet haben, so dass erste Ergebnisse dort mit 45 Minuten Verspätung vorliegen.


21:50

Eine Übersicht zur Wahl des US-Senats findet Ihr HIER.

Eine Übersicht zur Wahl des US-Repräsentantenhauses findet Ihr HIER.

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21:20

Vizepräsident Pence nutzte den Wahltag, um bei verschiedenen TV- und Radiointerviews letztmalig für eine Wiederwahl Donald Trumps zu werben. Diese gab er in Wisconsin, Michigan und Florida.

20:50

Joe Biden ist in diesen Minuten immer noch im Wahlkampf in Philadelphia, Pennsylvania unterwegs. Er motivierte seine Anhänger nochmal, all jene zur Stimmenabgabe zu motivieren, die bislang noch nicht gewählt haben. Philadelphia ist eine absolute Hochburg der Demokraten.

20:30

Ab Mitternacht und insbesondere ab 01:00 Uhr richtet sich der Blick nur noch auf die Ergebnisse, die aus den einzelnen Bundesstaaten gemeldet werden. Einer der wichtigsten Bundesstaaten ist Florida. Hier wird traditionell schnell ausgezählt. Insbesondere Briefwahlstimmen durften schon in den vergangenen Tagen kontrolliert und ausgezählt werden. Diese Ergebnisse werden die ersten sein, die Florida veröffentlichen wird, bevor dann die Stimmen des heutigen Tages folgen. Ähnlich wird in Texas, Georgia und North Carolina verfahren. Im Rust Belt mit den wichtigen Bundesstaaten Pennsylvania, Michigan und Wisconsin dürfen die Briefwahlstimmen erst heute kontrolliert und gezählt werden. Von dort sind wohl zunächst die Stimmen von heute in den ersten Ergebnissen abgebildet.

Die unterschiedlichen Zählweisen könnten relevant werden, wenn es darum geht, erste Ergebnisse aus diesen Bundesstaaten einzuschätzen. Donald Trump rechnet mit einem besseren Abschneiden am heutigen Wahltag, während Biden mit mehr Zuspruch bei den Briefwählern rechnet. Es kann also sein, dass Bidens Werte zu Beginn der Auszählung in Florida, Texas, Georgia und North Carolina besser sind und sich im Laufe der Nacht verschlechtern. Dies könnte bei Trumps Werten in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin entsprechend passieren.

19:50

Auch am heutigen Wahltag sind die Kandidaten noch im Land unterwegs. Joe Biden flog in seinen Geburtsort Scranton in Pennsylvania. Dort schrieb er an die Wand des Wohnzimmers seines Geburtshauses: "From this house to the White House with the grace of God. Joe Biden 11-3-2020". Im Jahr 2008 hatte er bereits eine entsprechende Botschaft im Schlafzimmer hinterlassen. Ob sein Wunsch dieses Jahr wieder in Erfüllung geht?

Kamala Harris ist noch in Detroit, Michigan unterwegs.

Donald Trump hatte sich noch einen Liveauftritt bei FOX News gesichert und besuchte vor rund einer Stunde Teile seines Wahlkampfteams in Arlington, Virginia. Er zeigte sich zuversichtlich, erfolgreich aus der kommenden Wahlnacht hervorzugehen.

19:15

Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence werden die Wahlnacht im Weißen Haus verbringen und die Ergebnisse zusammen verfolgen. Joe Biden und Kamala Harris werden in Bidens Heimat Wilmington, Delaware sein. Von dort wollen sie sich mit einer Ansprache in der Nacht an das amerikanische Volk wenden.

18:40

Über 102 Mio Wählerinnen und Wähler haben ihre Stimmen bereits in den letzten Wochen beim Early Voting abgegeben. Das entspricht fast 75% der Wahlbeteiligung aus dem Jahr 2016. Einige Bundesstaaten wie Texas, Washington, Hawaii oder Montana haben bereits die Gesamtwahlbeteiligung aus 2016 übertroffen.

18:00

Mit einem Auge schaue ich in der kommenden Nacht auch immer mal wieder auf die Zwischenstände zu den Kongresswahlen. Laut Umfragen scheinen die Demokraten im Repräsentantenhaus ihre Mehrheit halten zu können. Im Senat dagegen wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. Die Republikaner hoffen darauf, ihre Mehrheit verteidigen zu können.

17:35

HIER findet Ihr eine Übersicht, wann in der kommenden Nacht in den einzelnen Bundesstaaten die Wahllokale schließen.

17:10

Herzlich Willkommen zum Liveblog zur US-Präsidentschaftswahl 2020


In den kommenden 16 Stunden (oder länger) gibt es hier die wichtigsten Infos zur US-Präsidentschaftswahl 2020 kompakt und übersichtlich aufbereitet.

Die ersten Wahllokale schließen gegen Mitternacht deutscher Zeit. Danach gibt es dann die ganze Nacht durch Zwischenergebnisse und den aktuellen Gesamtstand.

Zwischenzeitlich können wir uns aber nochmal entspannen. In 7 Stunden schließen die ersten Wahllokale in Kentucky und Indiana. Eine Stunde später werden die ersten Wahlmännerstimmen zugeordnet.

Noch zwei technische Hinweise:
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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Biden packt das locker!

Rainbow-Warrior21 hat gesagt…

Wünsche ich mir auch @Anonym. Aber eine Frage@Thomas : wie kommen diese Ergebnisse/Zahlen bei 7 % ausgezählter Stimmen für Georgia zustande ?

Anonym hat gesagt…

Wieso soll Virginia an Biden gegangen sein? Trump führt doch?

Anonym hat gesagt…

Wenn da steht, dass einer der beiden gewonnen hat, sind die Stimmen dann nicht zu 100% ausgezählt?!? Zumindest bei New Hampshire sieht die Kombination seltsam aus...

Anonym hat gesagt…

Also diesesmal lagen die Umfragen deutlicher daneben als 2016 oder?

Unknown hat gesagt…

Thomas was glaubst du aktuell in % etwa wer die besseren Karten hat?..

Unknown hat gesagt…

Sind die ausstehenden Countys in Michigan und Pennsylvania eher für Biden oder Trump zu erwarten?

Stephan hat gesagt…

puhh jetzt wirds spannend

Rainbow-Warrior21 hat gesagt…

Hallo Thomas, auf einer (aktualiserten ?) Version sieht die Karte bei 270towin so aus: https://www.270towin.com/maps/consensus-2020-electoral-map-forecast

Pennyslvania und Nevada sind da hellblau gefärbt. Ausserdem geben sie Biden 279 Wahlleute. Ist das eine Simulation oder Echtzeit-Ergebnis ?

Theo hat gesagt…

@Rainbow-Warrior21: Ich bin zwar nicht Thomas, aber kann das, denke ich, auch beantworten: die von dir verlinkte Karte ist der letzte Stand der Umfragen vor der Wahl. Das sieht man am Datum unten drunter: Nov 3, 2020. Sie hat also keine besondere Bedeutung.

Rainbow-Warrior21 hat gesagt…

@Theo Ok danke. Also eher eine Art Simulation...Das ist mir wohl entgangen...;-)

Polonius hat gesagt…

Danke an Thomas für diese aufwändige aktuelle Berichterstattung sowie alle wichtigen Basisinfos drumherum!

Im deutschsprachigen Raum ist dies meiner Meinung nach zum Thema US-Wahl DAS Referenzmedium für aktuelle und Hintergrundinformationen.

DANKE SEHR!!!

P.S. ...und vielleicht ist dann fpr Thomas ja auch mal wieder etwas Schlaf drin...

Thomas hat gesagt…

Hallo!
Danke für Euer Interesse und die Kommentare. Leider bin ich in den letzten Tagen nicht dazu gekommen, zu antworten. Die Recherchen und die Dynamik der nunmehr sehr langen Wahlnacht haben viel Zeit und Kraft in Anspruch genommen. Einige Fragen haben sich wohl zwischenzeitlich erledigt, andere wurden dankenswerterweise schon von Euch beantwortet.
Einen Punkt will ich aber dennoch direkt aufgreifen, nämlich die Frage nach den Umfragen. Es ist immer wichtig, Umfragen möglichst gesamtheitlich zu betrachten. Das heißt konkret, möglichst viele in die eigenen Einschätzungen einfließen zu lassen und insbesondere auch den Spielraum, den die Umfrageergebnisse lassen, zu erkennen. Vergleicht man die aktuelle Electoral Map mit der Karte in meiner Vorschau (rechts oben), die auf den durchschnittlichen Umfragen basiert, erkennt man, dass bislang kein Ergebnis falsch "vorhergesagt" wurde. Die grauen Bundesstaaten können eben in beide Richtungen kippen, das ist die Auskunft, die die Umfragen vorher gegeben haben. Dabei ist immer auch die Fehlerspanne zu berücksichtigen. Diese habe ich aber in die Bewertung, ob ich einen Bundesstaat grau oder hellblau/hellrot eingefärbt habe, miteinfließen lassen.
Insgesamt würde ich sagen, dass man schon einen recht soliden Eindruck im Vorfeld durch die Umfragen erhalten hat.
Nun schauen wir mal, wie es weiter geht und wie nun tatsächlich das Endergebnis sein wird.
Schreibt gerne weiter Kommentare, ich versuche, nun wieder regelmäßiger und schneller zu antworten.
Geschlafen wird nächste Woche... ;)

Polonius hat gesagt…


Zitat Thomas: "Geschlafen wird nächste Woche... ;)"

Dann aber bestimmt mehrere Tage am Stück :-)

Vielen Dank nochmals für diese sehr kompetente und umfassende Berichterstattung und alles Gute!

Polonius

Rainbow-Warrior21 hat gesagt…

Wie ist denn das zu bewerten ? Noch einige Tage ;-)?

"Georgia wird neu ausgezählt

16:58 Uhr

Im US-Bundesstaat Georgia werden die Stimmen nach der Präsidentschaftswahl wegen des extrem knappen Ausgangs neu ausgezählt. "Mit so einer geringen Differenz wird es in Georgia eine Neuauszählung geben", sagte Wahlleiter Brad Raffensperger.

Biden baute seinen Vorsprung in Georgia zuletzt weiter aus. Er liegt laut Datenanbieter Edison Research nun mit 1579 Stimmen vor Trump. Ausgezählt werden müssen demnach nur noch 4169 Stimmen"

Quelle: Tagesschau.de Liveblog zur US-Wahl

Rainbow-Warrior21 hat gesagt…

Schon beantwortet, danke Thomas :-) !

"17:10

Der Bundesstaat Georgia hat eine Neuauszählung angekündigt. Aufgrund des knappen Wahlergebnisses, was weiterhin noch nicht final feststeht, ist dies ein normaler Vorgang."

Die Frage ist nur, wie lange das dauert;-) ? !

Unknown hat gesagt…

Hallo Thomas,
vielen Dank für diese tollen Informationen. Ich habe deine Seite schon 2016 mit Begeisterung gelesen. Das machst du wirklich großartig.

Unknown hat gesagt…

Hallo Thomas,
Wie lässt es sich erklären, dass Maine bei der Senatswahl republikanisch gewählt hat? In Maine hat Biden ja durchaus deutlich gewonnen und ich dachte auch dass der Bundesstaat eher demokratisch geprägt ist. Wie kommt es zu so großen Unterschieden zwischen Senatswahl und Präsidentenwahl?

Rainbow-Warrior21 hat gesagt…

Mir ist der Zwischenstand für Alaska nebenbei aufgefallen: Stand jetzt 47 % ausgezählt. Die sind ja weiter hintendran als Georgia.
Sicher ist Alaska mit 3 Wahlleuten nicht entscheidend, aber auffällig ist das extrem langsame Auszählen nach vier Tagen doch.
Sitzen die in Blockhäusern mit Kentucky-Whisky und langen Pausen :-D ? (Scherz!)

Rainbow-Warrior21 hat gesagt…

Für mich ist das erst mal ein klarer Sieg für die Demokratie = #Counteveryvote !

Und das sich die US-Wähler*innen von Trumps nie bewiesenen (!) Verschwörungsnarrativen "die Briefwahlen werden gefälscht" usw. eben nicht haben beeindrucken oder einschüchtern haben lassen, ist sozusagen das "Sahnehäubchen" ;-)
Congratulations, Mr. Biden and Mrs. Harris :-) !

Bin jetzt gefühlt erst mal erleichtert :-D

Thomas hat gesagt…

@Rainbow-Warrior21
Alaska startet in der kommenden Woche mit der Auszählung der Briefwahlstimmen. Auch dort werden Briefwahlstimmen mit Stempeldatum 03.11. noch gezählt, auch wenn sie nach dem 03.11. eintreffen. Da einige Orte in Alaska nicht mit Autos erreichbar sind und der Bundesstaat sehr groß ist, dauert es einige Zeit, bis man alles zusammen hat. Kritik kam jedoch an der Entscheidung auf, erst mit der Auszählung zu beginnen, bis alle Stimmen eingetroffen sind. Diese Entscheidung wurde irgendwann im Sommer getroffen. Offenbar hat man unterschätzt, dass in diesem Jahr sehr viele Menschen per Briefwahl abgestimmt haben. Da sonst das Ergebnis in Alaska praktisch sicher ist und die Anzahl der Briefwahlstimmen so gering ist, hat man das Problem als solches vermutlich nicht erkannt. Es hat aber alles seine Richtigkeit.
Danke für die Nachfrage, ich werde dies auch direkt im Liveblog nochmal schreiben.

@unknown
Ich kann noch keine fundierte Aussage dazu treffen, weshalb in Maine die republikanische Senatorin gewonnen hat, Donald Trump jedoch nicht.
Grundsätzlich ist es aber nicht unüblich, dass bei Wahlen zum Senat oder Repräsentantenhaus oder auch bei Gouverneurswahlen eine andere Partei den präferiert wird als bei der Präsidentschaftswahl. Das ist auch in anderen Bundesstaaten erkennbar.
Susan Collins ist zudem zum 5. Mal in den Senat gewählt worden. Ihre kritische Haltung gegenüber Trump und ihr Abstimmungsverhalten im Senat (nicht selten mit den Demokraten) dürfte ihr auch Stimmen von Unabhängigen gesichert haben. Außerdem kann auch die Persönlichkeit eine wichtige Rolle spielen. Aber wie gesagt, das sind nur Erklärungsansätze.

Polonius hat gesagt…

Nochmals vielen Dank für die umfassenden und immer sehr aktuellen Infos zum Thema. Eine wirklich sehr gelungene Seite zu diesem Thema, die im deutschsprachigen Raum ihresgleichen sucht...

Bin schon sehr gespannt auf die weiteren Auswertungen und "Nachbetrachtungen" zur Wahl und auf den Fortgang bei den Senatswahlen im Januar.

Bis zum nächsten Mal

Polonius

P.S. Endlich ist er (Donald "The Dödel" Trump)weg...

Rainbow-Warrior21 hat gesagt…

Ich schliesse mich dem Dank als auch den Ausführungen von @Polonius mit voller Zustimmung an :-) !
Dafür, dass Thomas sich tagelang bei diesem "Polit-Thriller" die Nächte um die Ohren geschlagen hat, verdient er ja neben Respekt und Anerkennung fast ein Präsent als "Nervennahrung" :-)