Montag, 2. November 2020

Letzte Vorschau auf den Wahltag - Wie ist der Stand der Umfragen - Wer muss welche Bundesstaaten gewinnen?

Kurzer Rückblick auf den Wahlkampf

Ein ungewöhnlicher Wahlkampf in den USA geht zu Ende. Vor 19 Monaten verkündete der frühere Vizepräsident Joe Biden seine Kandidatur für die Demokraten und war sofort der Favorit für die Vorwahlen. Nicht zuletzt, weil ihm die besten Chancen eingeräumt wurden, Donald Trump zu schlagen. Den Auftakt der Vorwahlen setzte Biden zunächst in den Sand. In Iowa und New Hampshire gab es für ihn schwere Niederlagen. Andere Demokraten wie Bernie Sanders, Pete Buttigieg, Amy Klobuchar und Elizabeth Warren bestimmten die Schlagzeilen bis in South Carolina für Biden die Wende kam. Am Super Tuesday war dann schon erkennbar, dass Biden nicht mehr aufzuhalten war, auch nicht vom Last-Minute-Kandidaten Michael Bloomberg.

Die Coronakrise beherrschte fortan den Wahlkampf. Zahlreiche Vorwahlen wurden verschoben und auch der Wahlkampf zwischen Donald Trump und Joe Biden sah lange Zeit anders aus, als man es gewohnt war. Die großen Massenevents kamen insbesondere erst in den letzten Wochen zurück, nachdem sich Trump entschied, die Bilder des Jahres 2016 erneut liefern zu wollen. Biden dagegen beschränkte sich weitgehend auf Studioauftritte oder sog. Drive-In-Veranstaltungen. Ein anderes Auftreten des Demokraten hätte seine Haltung zur Coronakrise unglaubwürdig gemacht. Nie wurde mehr Geld in den Wahlkampf investiert, wie zu dieser Präsidentschaftswahl. Letzte Schätzungen nannten die Summe von 14 Mrd. US-Dollar. In den letzten Tagen fokussierte sich der Wahlkampf immer mehr auf Pennsylvania und Florida.

Neben der Coronakrise und den damit verbundenen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen für die Menschen in den USA, waren auch die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt prägend für diesen Wahlkampf. Donald Trump positionierte sich als Law-and-Order Präsident, während Biden auf verbale Deeskalation setzte. Der Demokrat versuchte aber immer wieder das Krisenmanagement Trumps während der Pandemie in den Fokus zu rücken. Andere klassische Wahlkampfthemen wie Einwanderung oder Waffengesetze gerieten in den Hintergrund.

Biden ernannte im Spätsommer 2020 Kamala Harris zu seiner Vizekandidatin. Zwei statt drei TV-Debatten waren Highlights der direkten Konfrontation zwischen Trump und Biden, getrennt durch die Coronaerkrankung des Präsidenten. Prägend war auch der fortwährende Widerstand Trumps gegen die allgemeine Briefwahl, verbunden mit Vorwürfen der Wahlfälschung. Zahlreiche Klagen gegen die Wahlgesetzte der einzelnen Bundesstaaten folgten und werden im Zusammenhang mit den Auszählungen auch noch folgen.


Rekordzahlen beim Early Voting


Am Ende, kurz vor der Wahl haben über 93 Mio US-Amerikaner von der Möglichkeit des Early Voting Gebrauch gemacht, so viele, wie nie zuvor. Dies entspricht rund 68 % der Wahlbeteiligung aus dem Jahr 2016. Wie viele Menschen nun noch am Wahltag ihre Stimme abgeben ist unklar und eine der wichtigsten Unsicherheiten bzgl. einer Einschätzung, wer die Wahl gewinnen wird. In Texas, dieses Jahr ein offener Bundesstaat, hat das Early Voting bereits die Gesamtwahlbeteiligung aus 2016 deutlich übertroffen.


Umfragen sehen keinen sicheren Sieger, aber einen Favoriten


Die durchschnittlichen Umfragen zeigen am Tag vor der Wahl ein Rennen, dass Joe Biden in einer komfortableren Ausgangsposition sieht. Ihm werden deutlich mehr Wahlmännerstimmen als sicher oder wahrscheinlich zugeschrieben. An die erforderlichen 270 Stimmen kommt er damit aber noch nicht heran. Donald Trump muss auf ein sehr starkes Finish hoffen, er muss nahezu alle offenen Bundesstaaten gewinnen.

Die Ausgangslage für Trump ist dabei schwieriger als es vor der Wahl 2016 war. Aber dennoch und das muss ausdrücklich gesagt werden, ein Sieg für Trump ist möglich und die Umfragen lassen genügend Spielraum für ein solches Szenario.

Berücksichtigt man die durchschnittlichen Umfragen der vergangenen zwei Wochen so kann Joe Biden wahrscheinlich bis sicher mit 252 Wahlmännerstimmen rechnen. Hierbei nehme ich an, dass Biden den Bundesstaat Minnesota halten und Michigan und Wisconsin (hellblau) von den Republikanern zurückerobern kann. In allen drei Bundesstaaten liegt er in den Umfragen zwischen 7% und 8% vor dem Präsidenten. Donald Trump kommt zunächst auf 125 Wahlmännerstimmen. In der folgenden Karte ist die Ausgangslage einen Tag vor Wahl dargestellt. Die grauen Bundesstaaten gelten als offen. Blau für Biden, rot für Trump.

Karte 1 (aktueller Stand nach Umfragen)


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Fehlerspanne der Umfragen in offenen Bundesstaaten beachten

Die Fehlerspanne von Umfragen muss zwingend bei einer Einschätzung berücksichtigt werden. Im Schnitt haben Umfragen eine Fehlerspanne von etwa 4%. Dies bezieht sich aber auf jeden einzelnen ermittelten Wert.

Beispiel: 

  • Umfrage A: Biden vs Trump 50% zu 50%, Fehlerspanne 4%
  • Die Umfrage besagt, dass auch ein Ergebnis 54 % zu 46 % ausgehen kann. Also 8 Prozentpunkte Unterschied im Gegensatz zu den angegebenen 0%.
  • Liegt Biden etwa bei einer Umfrage B bei 53% und Trump bei 46% wäre bei einer Fehlerspanne von 4% demnach auch ein Ergebnis möglich, dass Trump mit 1% also 50 zu 49 gewinnen lässt.

Ich bewerte das daher normalerweise so, dass ein Kandidat einen Bundesstaat erst ab einem Vorsprung von mindestens 8,5 % in den Umfragen "sicher" zugeordnet werden kann.

Abweichungen, bei denen die Fehlerspanne voll ausgereizt wird, sind eher die Ausnahmen, insbesondere dann, wenn sehr viele Umfragen in die durchschnittlichen Werte eingerechnet werden. Aus diesem Grund kann auch gesagt werden, dass ein Vorsprung zwischen 6 und 8,5% ausreichend ist, um einen Bundesstaat einem Kandidaten "wahrscheinlich" zuzuordnen.

Für die Vorschau auf die Wahlnacht bedeutet dies nun Folgendes:


Knappe Wahlausgänge könne großen Unterschied ausmachen


Zunächst stelle ich zwei extreme Modelle dar, die die Electoral Map jeweils voll in die Richtung eines Kandidaten ausschlagen lassen.  Alle nun folgenden Modelle basieren auf der Annahme, dass Joe Biden Michigan, Wisconsin und Minnesota gewinnt, was die durchschnittlichen Umfragen als "wahrscheinlich" vermuten lassen. Diese drei Bundesstaaten bleiben in der Karte hellblau.

Gewinnt Donald Trump also alle als "offen" eingeschätzten Bundesstaaten, hätte er die nötige Mehrheit für eine zweite Amtszeit zusammen. Er käme auf 286 Wahlmännerstimmen.

Karte 2 (wenn Trump alle offenen Bundesstaaten gewinnt)


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Gewinnt Joe Biden dagegen alle offenen Bundesstaaten käme er auf 413 Wahlmännerstimmen.

Karte 3 (wenn Biden alle offenen Bundesstaaten gewinnt)


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Diese erheblichen Unterschiede der beiden Electoral Maps zeigen, welch große Spielräume die Umfragen durch die offenen Bundesstaaten zulassen. Sie zeigen aber auch, dass Donald Trump sich wesentlich weniger Niederlagen in den offenen Bundesstaaten erlauben kann.
Beide Karten stellen wie erwähnt die Wahlausgänge dar, wenn die Wahlnacht jeweils eindeutig in die eine oder andere Richtung geht. Erfahrungsgemäß liegt das tatsächliche Wahrergebnis irgendwo dazwischen.

Vier Must-Win-States für Trump


Konzentrieren wir uns also wieder auf die Karte 1 mit den noch offenen Bundesstaaten. Joe Biden fehlen hier 18 Wahlmännerstimmen. Das heißt, dass jeder gewonnene offene Bundesstaat mit entsprechender Größe ihm den Sieg bringen würde. Konkret sind dies Texas (38), Florida (29), Pennsylvania (20) und Ohio (18). Für den Präsidenten sind dies nach meiner Einschätzung die Must-Win-States, die er alle mindestens gewinnen muss, um eine zweite Amtszeit zu erreichen, bzw. nicht verlieren darf.
Gewinnt Trump alle vier Must-Win-States, käme er auf 230 Wahlmännerstimmen. Biden läge weiter bei 252.
Gewinnt Biden einen dieser vier Bundesstaaten hätte er die erforderlichen 270 Wahlmännerstimmen zusammen und den Gesamtsieg sicher.

Karte 4 (Trump gewinnt die Must-Win-States)


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Verschiedene Bundesstaaten können zum Erfolg führen


Gehen wir also von der Annahme aus, dass die Wahlergebnisse so eintreten wie in Karte 1 vermutet und zusätzlich in Karte 4 vorausgesetzt, ergeben sich für Donald Trump fünf Wege zum Gesamtsieg. Die jeweiligen Siegkombinationen zeigen die Bundesstaaten, die er mindestens zusätzlich zu seinen Must-Win-States gewinnen muss. 

1. Georgia, North Carolina und Arizona
2. Georgia, North Carolina, Nevada und Iowa
3. Georgia, Arizona, Nevada, Iowa und Maine Congressional District 2
4. Georgia, Arizona, Nevada, Iowa und Nebraska Congressional District 2
5. North Carolina, Arizona, Nevada, Iowa, Maine CD2 und Nebraska CD2

Weitere Kombinationen, die darüber hinaus gehen, sind hier nicht aufgeführt. Also z. B. Georgia, North Carolina, Arizona und Nevada, weil Nevada dann ein Not Needed State wäre.

Für Joe Biden sind bereits vier Wege zum Sieg identifiziert worden, nämlich einen von Trumps Must-Win-States Texas, Florida, Pennsylvania und Ohio. Nehmen wir aber wie in Karte 4 dargestellt an, dass Biden diese Bundesstaaten verliert. Hätte er immer noch mindestens 13 weitere Wege zum Gesamtsieg.

1. Georgia und North Carolina
2. Georgia und Arizona
3. North Carolina und Arizona
4. Georgia und Iowa
5. North Carolina und Iowa
6. Georgia und Nevada
7. North Carolina und Nevada
8. Arizona, Iowa und Nevada
9. Arizona, Iowa und Nebraska CD2
10. Arizona, Nevada und Nebraska CD2
11. Arizona, Iowa und Maine CD2
12. Arizona, Nevada und Maine CD2
13. Georgia, Nebraska CD2 und Maine CD2

Auch hier gibt es natürlich weitere Kombinationen mit Not Needed States.
Auch ein Patt von 269 zu 269 Stimmen wäre nach einigen Kombinationen möglich.

Die unterschiedlichen Modelle zeigen also insbesondere 10 wichtige Bundesstaaten für die Wahlnacht. Das sind die drei Bundesstaaten Michigan, Minnesota und Wisconsin, wobei ich davon ausgehe, dass diese an Joe Biden gehen werden. Ist dies nicht der Fall, sind die vorgenannten Ausführungen natürlich nur noch bedingt richtig oder nicht mehr zutreffend. Es würden sich dadurch natürlich zahlreiche andere Siegkombinationen für beide Kandidaten ergeben.
Weitere vier besonders wichtige Bundesstaaten sind Trumps Must-Win-States Texas, Florida, Pennsylvania und Ohio. Zudem kommen noch Georgia, North Carolina und Arizona dazu, welche die Grundlage für einen Sieg bei knappen Wahlausgang bilden würden. Iowa, Nevada, Maine CD2 und Nebraska CD2 würden dann ggf. auch noch relevant werden.


Letzter Stand der Umfragen


Durchschnittlicher Vorsprung in % laut Umfragen in den Battleground States
Stand: 02.11.2020, 23:45 Uhr

Texas (38): +1,5 für Trump
Florida (29): +2,4 für Biden
Pennsylvania (20): +4,6 für Biden
Ohio (18): +1,6 für Trump
Michigan (16): +7,6 für Biden
Georgia (16): +0,5 für Biden
North Carolina (15): +1,4 für Biden
Arizona (11): +1,5 für Biden
Wisconsin (10): +8,0 für Biden
Minnesota (10): +7,4 für Biden
Nevada (6): +4,4 für Biden
Iowa (6): +0,9 für Trump
Maine CD2 (1): +3,5 für Biden
Nebraska CD2 (1): +4,5 für Biden

Die Umfragen werden HIER nochmal laufend am 02.11.2020 aktualisiert.


Third Party Candidates chancenlos


Die Kandidaten der anderen Parteien werden sich erwartungsgemäß keine Chancen auf Wahlmännerstimmen ausrechnen können. Jo Jorgensen von der Libertarian Party und Howie Hawkins von der Green Party werden vermutlich auch schwächer abschneiden als Gary Johnson und Jill Stein 2016.

Auch der Kongress setzt sich neu zusammen


Nicht zu vergessen sind auch die Kongresswahlen. Am Dienstag wird das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu gewählt. Während im "House" die Demokraten wohl weiterhin mit einer Mehrheit rechnen können, dürfte es im "Senate" ein äußerst knappes Rennen geben. Hier wollen die Republikaner ihre knappe Mehrheit verteidigen, was laut Umfragen eine große Herausforderung werden wird.
HIER findet Ihr eine Vorschau zur Wahl des US-Repräsentantenhauses.

Live-Blog ab Dienstagabend


Ab Dienstag findet Ihr hier im Live-Blog alle wichtigen Informationen zum Verlauf des Wahltags, eine Übersicht über den aktuellen Stand der gewonnen Bundesstaaten und natürlich die fortlaufenden Zwischenergebnisse aus allen relevanten Battleground States. In etwa ab Mitternacht kommen erste Ergebnisse, ab 01:00 folgen die ersten wichtigen Bundesstaaten. In den folgenden Stunden wird aus 50 grauen Bundesstaaten + Washington D.C. eine blau-rote Karte. Es ist derzeit nicht absehbar, wann eine Entscheidung gefallen ist. Die Auszählungen können sich bis weit in den Mittwoch hineinziehen.
Hier findet Ihr die Übersicht, wann die Wahllokale in den einzelnen Bundesstaaten schließen.

Kommentare:

Hägar hat gesagt…

moin,

ganz schlimm was du hier machst thomas, wieder spekulierst du das die schwarte kracht!!

hätte, wäre, wenn, dann, das ganze wirkt extrem unseriös, es führt zu nichts und bringt niemanden der hier mitliest irgendwie weiter!

das sagt dir hägar

Sören hat gesagt…

Darum geht es in dem Artikel, was passiert wenn. Es ist keine Wertung enthalten, es sind mathematische Tatsachen. Danke für den Überblick!

Ed hat gesagt…

Häher, da darf ich absolut widersprechen. Für mich als interessierte in dieser Wahl sind die hier dargestellten Informationen absolut bereichernd. Selbstverständlich kann man im Vorfeld nur mit Annahmen und Wahrscheinlichkeiten arbeiten. Diese sind jedoch immer ausdrücklich hervorgehoben und es ist klar erkennbar auf welchen Grundlagen diese sich beziehen. Mehr Transparenz und Seriosität muss man erst mal finden. Also bitte weiter so und vielen Dank für diesen wunderbaren Blog !

Ed hat gesagt…

Häher, da darf ich absolut widersprechen. Für mich als interessierte in dieser Wahl sind die hier dargestellten Informationen absolut bereichernd. Selbstverständlich kann man im Vorfeld nur mit Annahmen und Wahrscheinlichkeiten arbeiten. Diese sind jedoch immer ausdrücklich hervorgehoben und es ist klar erkennbar auf welchen Grundlagen diese sich beziehen. Mehr Transparenz und Seriosität muss man erst mal finden. Also bitte weiter so und vielen Dank für diesen wunderbaren Blog !

Stephan hat gesagt…

Für mich ebenfalls sehr interessant. Du formulierst es absolut super und transparent. Keine Ideologie, keine subjektive Beeinflussung, sondern neutrale Fakten. Weiter so und ich freu mich schon auf den Live Ticker.

Unknown hat gesagt…

Hey Thomas, ich denke du solltest aber nicht nur die momentanen Umfragen berücksichtigen, sondern auch die Ergebnise von 2016. 2016 waren die Umfragen in Texas auch knapp und Trump hat trotzdem mit 9% gewonnen, ich denke er wird Texas auch dieses mal gewinnen, nur halt mit etwas weniger Vorsprung. Dafür wird er in Nevada sicher keine Chance haben... Also ich persönlich orientiere mich an momentanen Umfragen und den Ergebnisen von 2016

Rainbow-Warrior21 hat gesagt…

Ich schließe mich @Sören, @Stephan und @Ed in ihren Positionen und dem Dank an.
Wir sollten bei allen legitimen und nun mal auch nötigen Wahrscheinlichkeitseinschätzungen auch nicht übersehen, daß aktuell ca. 93 Millionen (Tendenz steigend) Amerikaner*innen bereits per Briefwahl oder Early Voting abgestimmt haben oder das noch tun werden. Damit ist die Beteiligung im dirketen Vergleich zu 2016 schon um weit mehr als die Hälfte überschritten. Und das trotz vieler komplizierter Hindernisse

https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-10/briefwahl-usa-us-wahlkampf-betrug-early-voting-wahlbeteiligung-hindernisse/seite-2

Interessanter Aspekt für mich auch, daß selbst (konservative) Richter z.B. in Nevada und für
verschiedene Bundesstaaten ausdrücklich das Recht auf Briefwahl bestätigt haben :
https://www.tagesschau.de/ausland/usa-briefwahl-107.html

Sogar in Texas wegen sogenannter "Drive-Through"-Abstimmungen :

https://www.tagesschau.de/ausland/uswahl2020/texas-wahlstimmen-103.html

Unknown hat gesagt…

Die meiner Meinung nach beste deutschsprachige Quelle zur US Wahl! Danke für diesen außergewöhnlich guten Blog

Hägar hat gesagt…

An die ganzen dummnasen hier, die Wahrscheinlichkeiten und schätzungen verteidigen!

Es bringt dem geneigten Leser absolut überhaupt nichts ein, wenn vor einer wahl permanent im konjunktiv geschrieben wird, hätte, wäre, wenn!! ich sags noch deutlicher:
wenn das wörtchen wenn nicht wär, dann wär mein opa millionär. oder hätte,hätte fahrradkette.

Übrigens, Spekulationen über wahlausgänge ändern überhaupt nichts am ergebnis auf das wir alle geduldig warten müssen, sie verwirren nur!!

Es gibt speziell bei dieser wahl so viele unwägbarkeiten, dass man da nicht dauernd noch von allen seiten noch Öl ins Feuer gießen sollte und die menschen zusätzlich blöd macht und verwirrt, darum geht es mir !!

Anonym hat gesagt…

Warum musst du Menschen die anderer Meinung sind als du als "Dummnasen" beleidigen?
Findest du nicht das es besser ist respektvoll und sachlich miteinander zu reden?
Aus deinem Text spricht Wut und die kommt doch wohl nicht daher das ein Blogger, der in seinem Blog schreiben kann was er will, einen deiner Meinumg nach Unnötigen Artikel verfasst. Du müsstest ihn ja nicht lesen. Geh in dich und denk darüber nach was dich so wütend macht und überleg dir wie du damit umgehen kannst. Ich wünsche dir alles Gute und das du einen Weg der Ausgeglichenheit findest.

Theo hat gesagt…

Ich halte diese Berichterstattung hier für sehr wertvoll, gerade wenn ich an 2016 zurückdenke. In den großen Medien gewann man oft den Eindruck, die Wahl wäre eine ausgemachte Sache für Clinton gewesen. Hier auf dem Blog wurde kurz vor der Wahl noch sehr gut dargestellt, warum Trump durchaus realistische Chancen auf den Sieg hat. So etwas hilft Leuten, die Situation besser einschätzen zu können. Darum kann ich Hägars Kritik nicht nachvollziehen.

@Unknown woher hast du die Information, dass die Umfragen 2016 in Texas knapp gewesen wären? Soweit ich das sehe, haben die Umfragen damals einen ziemlich klaren Sieg von Donald Trump vorhergesagt. Zum Vergleich: vor vier Jahren hat FiveThirtyEight Trumps Chancen in Texas auf 94% geschätzt, dieses Jahr sind es 62%. Persönlich kann ich mir nicht vorstellen, dass Texas dieses Jahr an die Demokraten geht, aber es ist in jedem Fall wahrscheinlicher als noch vor vier Jahren.

Rainbow-Warrior21 hat gesagt…

@Hägar Nicht, dass ich mich jetzt mit "Dummnasen" angesprochen fühlen würde, aber n i e m a n d hat hier " Spekulationen " verbreitet, die nicht belegbar sind.

Es geht vielmehr um Wahrscheinlichkeiten und Tendenzen, aus denen sich dann nach und nach ein Gesamtbild ergeben kann. Seriös kann keiner aktuell 5 Stunden nach Wahlbeginn derzeit Details nennen.

Aber: ich finde es schon hochinteressant und spannend, dass Stand jetzt ca. 98 Mio. Wähler*innen bereits im Vorfeld abgestimmt haben, daß sind ca. 70 % mehr als im Vergleich zu 2016 ;-) ! :
https://www.tagesschau.de/ausland/uswahl2020/uswahl2020-113.html

Apropos " Öl ins Feuer gießen " , lieber Hägar. Ich kennen nur einen, der das permanent seit vier Jahren tut. Zuletzt mit Anzweifeln der Legitimation der Briefwahlen oder Early Voting bzw. generell was seine Fans angeht: https://web.de/magazine/politik/wahlen/us-wahl/us-wahl-2020-live-ticker-vorzeitig-sieg-verkuenden-us-praesident-trump-aeussert-kryptisch-35175830#.homepage.hero.Trump bleibt uneindeutig.1

Also: Keep calm and cool down :-) !