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Freitag, 18. Dezember 2015

Guter Tag für Bernie Sanders

Bernie Sanders hat es dieser Tage nicht so leicht. Seine Top-Themen wie Einkommen, Arbeitsplätze, Gesundheitsversorgung, Rente und Umweltpolitik sind in den letzten Wochen ziemlich in den Hintergrund getreten. Dabei wäre der Weltklimagipfel ein geeignetes Thema gewesen, um die massiven Unterschiede zwischen Demokraten und Republikanern in den Medien zu thematisieren. Aber Vereinbarungen auf einem Papier lassen sich eben nicht so gut vermarkten, wie ein Einreiseverbot für Muslime oder Bombenteppiche gegen ISIS. Und dass Hillary Clinton seitens der Republikaner schon als gesetzt angesehen wird und Sanders demnach auch nicht ein einziges Mal in der TV-Debatte der Republikaner erwähnt wurde, kann dann schon demotivieren.

Democracy for America - PAC unterstützt Sanders


Grund zur Freude im Sanders-Lager gab es dann aber endlich wieder am Donnerstag. Nachdem Sanders Wahlkampfteam veröffentlicht hatte, dass die Marke von 2 Millionen einzelnen Spendern geknackt wurde und allein seit Montag wieder 3 Millionen US-Dollar in die Wahlkampfkasse des Senators aus Vermont flossen, wurde bekannt, dass ein wichtiges Political Action Commitee (PAC) die Unterstützung Bernie Sanders verkündet hatte. Bei dem PAC handelt es sich um Democracy for America (DFA), das progressiv ausgerichtet ist. Zu DFA gehören ca. 1 Millionen Mitglieder. DFA unterstütze Sanders bereits bei seiner Wahl in den Senat und auch Barack Obama erhielt bereits mehrfach die Hilfe des PACs. Bei einer Abstimmung des PACs erhielt Sanders 87,9 % der Stimmen (Clinton 10,3%) und übertraf damit die für die Unterstützung der DFA erforderliche Marke von 67 % deutlich.

Bernie Sanders


Sanders gewinnt weitere Gewerkschaftsunterstützung


Die dritte gute Nachricht war die Unterstützung der Communications Workers of America (CWA). Die Gewerkschaft der Arbeiter aus dem Telekommunikations- und Medienwesen hat ca. 700.000 Mitglieder, bislang Sanders größte Gewerkschaft, die ihn unterstützt. CWA Präsident Chris Shelton sagte, dass Bernie Sanders dicht bei den Arbeiterfamilien stehe, sich gegen die Wall Street und ein korruptes politisches System auflehne und auch bei den Themen Hochschulbildung, Gesundheitswesen und Rente die Positionen der Gewerkschaft vertrete.

Clinton bei Endorsements klar vorn


Es ist weiterhin nur ein kleiner Teil dessen, was Hillary Clinton an Endorsements bereits eingesammelt hat, dennoch zeigt es, dass Sanders im demokratischen Lager und insbesondere auch in der Bevölkerung zumindest teilweise als ernsthafte Alternative zur früheren Außenministerin angesehen wird. Die reinen Zahlen dürften für Sanders jedoch ernüchternd sein. Blickt man nur auf die Mitgliedszahlen der Gewerkschaften so kann Clinton inzwischen auf die Unterstützung von rund 14 Mio Mitgliedern zählen. Bei Sanders sind es hingegen nur rund 1,2 Mio, die CWA bereits eingerechnet. Wieviele Mitglieder sich jedoch an die Wahlempfehlungen ihrer Gewerkschaften halten, ist natürlich ungewiss. Ähnlich ist das Verhältnis auch bei der Unterstützung durch Einzelpersonen. Seien es Politiker, Funktionäre, Offizielle oder einflussreiche Menschen mit politischen und gesellschaftlichen Engagement, Hillary Clinton hat die Nase vorn. Lediglich bei den sog. Celebrities, also berühmten Personen aus Film, Musik, Mode etc. kann Sanders gut mithalten.

Eine Übersicht über die bekannten Unterstützer findet ihr unter folgenden Links:

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