
Wer Ben Carson aber rein taktisches Verhalten unterstellt,
dürfte ihm Unrecht tun. Er ist überzeugter evangelischer Christ und hat
überhaupt keine Probleme, diese Rolle auch im Wahlkampf auszufüllen. Nun liegt
es aber in der natürlichen Persönlichkeit Ben Carsons, dass seine Rhetorik
alles andere als aggressiv ist. Nur weil er nicht lautstark missioniert, heißt
es nicht, dass er nicht auch deutliche und unmissverständliche Positionen
einnehmen kann. Ein Moslem könne seiner Ansicht nach niemals Präsident der
Vereinigten Staaten werden. Die USA basierten auf einem christlich-jüdischen
Glauben und die Gründerväter hätten auch nach diesen Prinzipien gehandelt.
Bereits in der Unabhängigkeitserklärung der USA gelte die Existenz des Schöpfers
als bewiesen.
Um diese grundlegenden religiösen Wurzeln sorgt sich nun Ben Carson. Er wolle sich dafür einsetzen, den säkularen und progressiven Trend in
der Gesellschaft umzukehren. Der Glaube dürfe nicht aus der Gemeinschaft
verdrängt werden.
Diese sich sorgende und schützende Rhetorik passt zu Ben
Carson. Und sie unterscheidet ihn nicht nur von erzkonservativen Hardlinern
sondern auch von seinem größten Kontrahenten Donald Trump.
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